Traditionell bedeutete eine berufliche Laufbahn ganz unten anzufangen und sich langsam nach oben zu arbeiten. Es war früher nicht ungewöhnlich, sein ganzes Berufsleben im selben Sektor und oft auch im selben Unternehmen zu arbeiten.

Der heutige Arbeitsmarkt ist allerdings viel dynamischer und viele Menschen nutzen die Möglichkeit verschiedene Karrieremöglichkeiten zu erkunden. Der Wechsel von einer Stelle zur anderen und von einem Sektor zum anderen wird nun oft als Zeichen des Erfolgs angesehen. Talent ist knapp, das heißt die qualifiziertesten Kandidaten können schnell aufsteigen - wenn sie dies wünschen. Für einige haben andere Faktoren eine höhere Priorität, wie z. B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Karrierestrategien ändern sich. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Um dies herauszufinden, hat Michael Page und Page Personnel von Mitte Juli bis Ende September über 400 Bewerber befragt. Die Ergebnisse werden Sie interessieren. 

Die Karrierewege von heute sind dynamisch

Die Zeiten, in denen sich eine erfolgreiche Karriere vor allem durch Stabilität auszeichnete - man begann in einem Familienunternehmen in einer Einstiegsposition und arbeitete sich nach oben - sind vorbei. Mehr als die Hälfte (52%) der von uns befragten Kandidaten gab an, dass sie seit ihrem Berufseinstieg in eine andere Branche gewechselt haben. Ein Branchenwechsel ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit sich weiterzuentwickeln: 48% der Befragten gaben an, im selben Unternehmen befördert worden zu sein. 

Wann ist es Zeit, weiterzuziehen?

Wir haben die Bewerber gefragt, wie lange sie in der gleichen Position bleiben würden, bevor sie einen Wechsel in Betracht ziehen. Ein Drittel (33%) der Bewerber wählten eine Dauer zwischen drei und fünf Jahren, wobei drei Jahre die beliebteste Antwort war. Andererseits gaben ganze 35% an, dass dies von der Dynamik des Unternehmens abhängt, was darauf hindeutet, dass eine flexible Denkweise eine unabdingbare Fähigkeit ist, wenn es darum geht, Karrierewege zu planen.

Wie viele Jobs machen eine Laufbahn aus?

Ein Wechsel der beruflichen Laufbahn kostet Zeit und Energie, und nicht alle Arbeitnehmer sind entschlossen, sich weiter zu bewegen. Etwa 15% der Befragten sind davon überzeugt, dass sie den richtigen Job gefunden haben und keinen Bedarf für einen Wechsel sehen. Allerdings glauben auch weitere Befragte, dass sie in ihrer Laufbahn zwei (21%), drei (24%) oder vier (6%) verschiedene Stellen in ihrer Karriere haben werden und 13% glauben, dass sie sogar fünf oder mehr Stellen besetzen werden.

Rund 69% der Bewerber denken aktuell daran, ihren Karriereweg zu ändern. Davon haben 36% bereits eine berufliche Veränderung vorgenommen und 33% sind gerade dabei dies zu tun. Nur 6% der Befragten gaben an, dass sie noch nie darüber nachgedacht haben, ihre berufliche Laufbahn zu ändern. Von den befragten Kandidaten sind 61% davon überzeugt, dass ihr derzeitiger Arbeitsplatz perfekt zu ihnen passt, während 18% der Meinung sind, dass ein Berufswechsel zu riskant ist. Etwa 10% der Bewerber gaben an, dass sie über einen Berufswechsel nachgedacht haben, aber sich nicht sicher sind, ob sie den Schritt wagen sollten.

Beweggründe für den Wechsel

Was erhoffen sich die Menschen von einem neuen Arbeitsplatz oder einer neuen Karriere? Mehr als die Hälfte (65%) der Befragten ist bereit Neues zu lernen und 35% sehen das Potenzial für mehr Möglichkeiten und einen besseren Karriereweg.

Berufliches Wachstum ist jedoch bei weitem nicht die einzige Priorität für die Arbeitssuchenden von heute. Viele Bewerber sehnen sich nach einem Gefühl der Erfüllung in ihrem Arbeitsleben. Fast 32% möchten für ein Unternehmen arbeiten, das einen starken Zweck verfolgt, während 39% eine Karriere anstreben, die besser mit ihren persönlichen Werten übereinstimmt. Auch außerberufliche Interessen und Verantwortlichkeiten sind wichtig: 39% der Bewerber wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in ihrer neuen Position.

Selbst auf dem dynamischen Arbeitsmarkt von heute ist ein Karrierewechsel selten eine schnelle Entscheidung. Rund 35% der Bewerber geben an, dass sie mehrere Monate oder Jahre gebraucht haben, um sich zu entscheiden, während 38% durch ein bestimmtes Ereignis wie den Verlust eines Arbeitsplatzes (32%), die COVID-19-Krise (15%) oder durch die Kultur oder Struktur eines Unternehmens (9%) dazu veranlasst wurden. 

Höherqualifizierung für den Erfolg

NNur weil Bewerber einen Berufswechsel anstreben, heißt das noch lange nicht, dass sie über die dafür erforderlichen Fähigkeiten verfügen. 71% der Befragten gaben an, dass sie eine zusätzliche Ausbildung, entweder aus Eigeninitiative oder auf Anforderung eines Unternehmens, abgeschlossen haben, um den Wechsel zu erleichtern, während nur 25% dies nicht taten. Von den Erstgenannten mussten 27% ihren Arbeitsplatz aufgeben, um sich auf die Umschulung zu konzentrieren. Etwa 32% aller Befragten absolvierten eine Kompetenzbewertung oder ließen sich von Fachleuten beraten. 

Employer Branding macht den Unterschied

Unternehmen können sich von unseren Ergebnissen inspirieren lassen, die zeigen, dass Bewerber sich zu Arbeitgebern hingezogen fühlen, die berufliches Wachstum und eine arbeitnehmerfreundliche Kultur fördern. Setzen Sie sich noch heute mit uns in Verbindung, um zu erfahren, wie wir Ihnen dabei helfen können, die Talente zu finden, die Sie brauchen.

*Im Rahmen der Candidate-Pulse-Umfrage befragen wir regelmäßig Kandidaten, die sich für eine Position über die Webseiten von Michael Page und Page Personnel beworben haben zu Themen rund um ihre berufliche Situation und die Arbeitswelt.

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