Schweißausbrüche, zitternde Hände oder Herzrasen – Nervosität im Jobinterview ist normal und bis zu einem gewissen Grad auch konstruktiv. Wenn Ihre Aufregung aber zu Unsicherheit, Nervenflattern und körperlichem Unwohlsein führt, sollten Sie dringend etwas dagegen tun.

Entdecken Sie hier praktische Tipps gegen Nervosität und Stress vor dem Vorstellungsgespräch.

1. Bereiten Sie sich gut vor

Eine intensive Vorbereitung ist das A und O für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch. Spielen Sie das Gespräch vorher mehrmals durch – am besten mit einem Gesprächspartner. Die meisten Kandidaten werden zu Beginn des Vorstellungsgesprächs gebeten, kurz ihren Werdegang darzulegen. Bereiten Sie diesen Monolog vor, aber lernen Sie ihn nicht auswendig. Überlegen Sie auch, welche Fragen Sie sich selbst stellen würden und beantworten Sie diese. Je besser Sie vorbereitet sind, desto weniger Anlass haben Sie nervös zu sein.

2. Seien Sie optimistisch

Statt sich Horrorszenarien auszumalen, was in Ihrem Vorstellungsgespräch alles schiefgehen könnte, sollten Sie positiv in das Gespräch gehen. Machen Sie sich klar, dass Sie eine Bereicherung für das Unternehmen sind, und bringen Sie das auch zum Ausdruck. Malen Sie sich vorher aus, wie Sie das Auswahlverfahren souverän und selbstbewusst meistern.

3. Beruhigen Sie sich selbst

Versuchen Sie, sich unmittelbar vor dem Bewerbungsgespräch selbst zu beruhigen. Hetzen Sie nicht zu Ihrem Termin, stellen Sie das Durchspielen der Fragen ein und entspannen Sie sich. Während Sie auf Ihren Gesprächspartner warten, sollten Sie versuchen, tief und gleichmäßig zu atmen und sich selbst gut zuzureden. Im Gespräch sollten Sie Angebote wie ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee zu trinken, ruhig annehmen. Das lockert die Atmosphäre und verschafft Ihnen ein bisschen Zeit, sich an die Umgebung zu gewöhnen.

4. Verstecken Sie Ihre Nervosität im Vorstellungsgespräch nicht

Versuchen Sie während des Vorstellungsgesprächs nicht, Ihre Nervosität zu verstecken, denn Ihr Gesprächspartner wird es sowieso merken. Stehen Sie dazu, aufgeregt zu sein und sprechen Sie es, wenn es ganz schlimm ist, am besten an. Bei einem Blackout sollten Sie um eine kurze Auszeit bitten. Die meisten Personaler erleben Nervosität im Vorstellungsgespräch tagtäglich und wissen damit umzugehen.

5. Machen Sie sich klar: Ihr Gesprächspartner ist auch nur ein Mensch

Viele Kandidaten sehen in Ihrem Gesprächspartner nur den gnadenlosen Personalchef, der sie mit seinen Fragen in die Enge treiben möchte. Das entspricht natürlich nicht der Realität – das sollten Sie sich immer wieder klarmachen. Ihr Gegenüber ist ein Mensch aus Fleisch und Blut und kein „Personal-Computer“. So wie es Ihre Rolle ist, sich bestmöglich zu präsentieren, hat er die Aufgabe, den besten Kandidaten für das Unternehmen zu finden – und dazu muss man eben ab und zu auch unbequeme Fragen stellen.

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