Wenn Sie verstehen, was Ihren Mitarbeitern wichtig ist und was sie motiviert, können Sie die Arbeitsweise Ihres Unternehmens deutlich verbessern. Wie? Beide Parteien müssen versuchen, die Bedürfnisse des jeweils anderen zu verstehen und diesen Vorstellungen entsprechend gerecht zu werden. Das gelingt am besten in offenen Gesprächen über die realen Erwartungen an die Arbeit und an die übrige Welt.  

Die Personalberatung entwickelt sich weg von der Auffassung, dass Geld der Hauptmotivator für Kandidaten ist, und von der in Stellenausschreibungen oft vorherrschenden Herangehensweise, dass „ein Produkt für alle“ passt. Stattdessen entwickelt sie sich in Richtung einer stärkeren Fokussierung auf Zweck und Personalisierung. Ein besseres Verständnis Ihrer Mitarbeiter durch Beurteilung, Feedback und Schulung ermöglicht es Ihnen, heute und in Zukunft die besten verfügbaren Leute einzustellen.

Goran Baric, Regional Managing Director der PageGroup Deutschland, über den Erfolg solch einer Einstellungsstrategie:

Unternehmen müssen sich im Klaren darüber sein, wen sie suchen, wo sie die Talente einsetzen wollen und wo sie den Mitarbeiter hinentwickeln möchten. Erst dann kann man Talent Development betreiben. Da gibt es dann unterschiedliche Auswirkungen: Retention wird immer wichtiger, denn der Fachkräftemangel in Deutschland ist sehr stark. Unternehmen haben ihr Bewusstsein diesbezüglich geschärft, was dem Talent Development noch mehr Bedeutung verleiht. Mit solchen Anreizen wird der Kandidatenpool für Unternehmen nicht nur qualitativ besser sondern insgesamt auch quantitativ.

Im Prozess der Anwerbung von Talenten müssen potenzielle Bewerber in der Lage sein, sich in das Team, das Unternehmen und die Stelle hineinzuversetzen. Es muss eine aufrichtige Kommunikation stattfinden. Außerdem muss die Entwicklung der Stelle und des Unternehmens insgesamt erkennbar sein, um das Interesse Ihres Bewerber-Pools zu wecken.  

Wie können Sie also Ihre Mitarbeiter nutzen, um die besten Kandidaten für eine bestimmte Stelle zu gewinnen?


Wichtige Erkenntnis: Wenn Arbeitgeber die Motivation und die Triebkräfte ihrer Mitarbeiter verstehen, können sie diese Information nutzen, um über ihr Arbeitgeber-Branding das Interesse besserer Bewerber zu wecken.


Mitarbeiter als Botschafter

Wenn Sie Ihre besten Mitarbeiter zu Marken-Botschaftern machen, können Sie dazu beitragen, eine offene, transparente erste Ebene für ein Peer-Review zu schaffen. Aus jüngsten Studien geht hervor, dass 36% der Unternehmen diese Methode anwenden, um Führungskräfte zu gewinnen, da sie ihnen dabei hilft, die besten verfügbaren Profile schneller zu finden.  

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter zur Unterstützung der Bewerbersuche einsetzen, nutzen Sie effizient Ihr Arbeitgeber-Branding. Ihre derzeitigen Mitarbeiter werden zu Botschaftern des Unternehmens und der Marke, und die Gespräche, die sie führen, sind aufrichtig, von Mensch zu Mensch. Dies verhilft Ihnen als einstellender Vorgesetzter zu einem breiteren und ausgewogeneren Pool an Kandidaten, da die Empfehlungen oft auf persönlicher Ebene ausgesprochen werden. Gleichzeitig lernen Sie von Ihren derzeitigen Mitarbeitern aus erster Hand, welches Profil am besten passt.

Goran Baric sieht einen klaren Vorteil in der Integrierung von Mitarbeitern im Bewerbungsprozess: 

Frei nach dem Spruch ,Gleich und gleich gesellt sich gern’: Menschen umgeben sich oft mit Menschen, die so denken wie sie. Bei Michael Page integrieren wir unsere Mitarbeiter daher direkt in den Recruiting-Prozess und lassen sie an Interviews teilhaben. Dadurch fühlen sich bestehende Mitarbeiter wertgeschätzt und Kandidaten sehen, mit wem sie es in Zukunft zu tun haben könnten. Wenn die Chemie zwischen den beiden Personen stimmt, umso besser.

Dieses Feedback unterstützt die Weiterentwicklung des Teams, da es Transparenz über mögliche Probleme schafft und darüber, was gut läuft und zur Unterstützung anderer Teams dienen könnte. Um bessere Fürsprecher Ihres Unternehmens zu sein, müssen Mitarbeiter mit ihrer Arbeit zufrieden sein. Durch Feedback kann der Manager Problemen vorbeugen, wenn es welche gibt, oder weiterhin eine Politik betreiben, die das Engagement der Mitarbeiter fördert.  

Dies hat zu einem Anstieg der Zahl von Unternehmen geführt, die Feedback ihrer Mitarbeiter nutzen, um Zufriedenheit und Engagement und das Maß ihrer Einsatzbereitschaft besser zu verstehen. Dies wird häufig mit jährlichen oder vierteljährlichen Umfragen umgesetzt, mit denen das Unternehmen ein Barometer der Mitarbeiterzufriedenheit erhält, was dem Management wiederum dabei hilft, das Team zu motivieren. 


Wichtige Erkenntnis: Durch die Nutzung von Mitarbeitern als Botschafter können Arbeitgeber für authentische Gespräche im Einstellungsprozess sorgen und potenziellen Bewerbern die Möglichkeit geben, das Team zu verstehen.  


Rollenspiele bringen Soft Skills zum Vorschein

Jungen Erwachsenen mehr Fähigkeiten zu vermitteln, bevor sie ihre Ausbildung abschließen, hilft ihnen dabei, in der Welt von heute erfolgreich zu sein. Das Vermitteln von Soft Skill und einer Ausbildung, die den geschäftlichen Bedürfnissen entspricht, ist ein entscheidender Faktor, der Unternehmen dabei unterstützt, auf einem anspruchsvollen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Assessment-Center helfen Unternehmen dabei, ihr Verständnis der Verhaltenskompetenzen, Motivation und Persönlichkeit von potenziellen Bewerbern zu erweitern.  

Je nach Karriereebene des Bewerbers, der beurteilt wird, wird seine Kreativität, seine Führungskompetenz und seine Anpassungsfähigkeit getestet, wodurch Fähigkeiten zum Vorschein kommen, die bei der bloßen Betrachtung der Berufserfahrung und konkreter technischer Fähigkeiten nicht immer offensichtlich sind.

Goran Baric zum Bestreben dazu, Unternehmen zur Vermittlung von Soft Skills zu verhelfen: 

Das ist unser tägliches Brot, dafür sind wir da. Wir sprechen täglich mit unzähligen Kandidaten und Unternehmen. Das heißt wir lesen noch mehr Lebensläufe, Stellenausschreibungen und erhalten dadurch eine solide Übersicht auf den aktuellen Arbeitsmarkt in Deutschland. Unsere Berater bringen Menschen, die sich gegenseitig gut ergänzen, zusammen. Wir suchen keine schnelle kurzfristige Lösung, sondern suchen für unsere Kunden das Beste.

Diese Assessments sind sehr hilfreich bei der Unterscheidung zwischen drei Profilen: Hochschulabsolventen mit wenig Erfahrung, Menschen, die aus schlecht bezahlten, repetitiven Arbeiten kommen, und Bewerber mit Berufserfahrung in einer anderen Funktion oder Branche. Menschen aus diesen Gruppen müssen aufgrund ihrer begrenzten Arbeitshistorie auf unterschiedliche Weise beurteilt werden, weil ihre Vergangenheit sonst im Hinblick auf ihre Fähigkeiten voreingenommen betrachtet wird.  

Sie anhand von Rollenspielen, Szenarien und Gruppenarbeit zu beurteilen, fördert das Erkennen von Menschen, die übertragbare Fertigkeiten und kognitive Fähigkeiten besitzen, die bei der Betrachtung des statischen Lebenslaufs, der den Status quo wiedergibt, möglicherweise übersehen werden.


Wichtige Erkenntnis: Die Beurteilung von Kandidaten anhand von Rollenspielen, Szenarien und Gruppenarbeit deckt die verborgenen Tiefen von Verhaltenskompetenzen auf, insbesondere bei Hochschulabsolventen mit wenig Berufserfahrung, schlecht bezahlten Arbeitern und erfahrenen Personen aus anderen Sektoren.


So gewinnen Sie bessere Kandidaten

Arbeitnehmer müssen als Einzelpersonen verstanden und respektiert werden. Sie dürfen nicht mehr als eine unterschiedslose Masse behandelt werden. Um die richtigen Mitarbeiter für Ihr Unternehmen einzustellen, muss eine Personalisierung im Personalwesen stattfinden, die mit der Stellenbeschreibung beginnt und über die Stellenanzeige, den Einstellungsprozess bis hin zum Onboarding und darüber hinaus reicht.   

Wie wichtig die Prüfung auf Kompetenzen außerhalb der technischen Fähigkeiten ist, ist offensichtlich. Sie erweitert das Feld der Bewerber und hilft Unternehmen, die besten verfügbaren Kandidaten zu finden, Menschen mit kognitiven und verhaltensmäßigen Fähigkeiten, die mit der Position und mit jeder künftigen wachsen werden.  

Um Personal für die Zukunft einzustellen, müssen einstellende Vorgesetzte und Personalberater eine Partnerschaft bilden, die sich auf zwei Schlüsselbereiche konzentriert: das Auffinden der richtigen Persönlichkeiten mit einem Mix aus emotionaler Intelligenz und kognitiven Fähigkeiten und – durch ihre Zusammenarbeit – das Verändern der Sichtweise dessen, was den besten Bewerber ausmacht.


Wichtige Erkenntnis: Bewerber und Mitarbeiter müssen während der gesamten Beziehung gleichermaßen mit Respekt und als Einzelpersonen behandelt werden. Das beginnt beim Einstellungsprozess und reicht bis zum Onboarding und darüber hinaus.


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