Führungskräfte passieren nicht. Sie tauchen nicht auf, lösen im Handumdrehen jedes Problem und kreieren grenzenlose Visionen für das Unternehmen und für die ganze Welt. Führungsqualitäten entwickeln sich im Laufe der Zeit. Menschen verbringen Jahre damit, Wege zu bereiten, zu managen, zu erschaffen, zu visualisieren und zu delegieren. Am Ende entsteht so eine gut ausbalancierte Führungspersönlichkeit. Und selbst wenn man an diesem Punkt angekommen ist, gibt es noch Potenzial für Verbesserungen.

Was tun Sie eigentlich dafür, Ihre Führungsqualitäten auszubauen? Es stimmt, dass manche Menschen geborene Anführer sind. Aber auch diese hochtalentierten Persönlichkeiten haben schließlich irgendwo angefangen.

Öffnen Sie die Kommunikationskanäle

Um das Bewusstsein für unsere eigenen Führungsqualitäten zu schärfen, bietet es sich an, die Perspektive zu wechseln. Wer die Meinung seines Gegenübers in Erfahrung bringen will, kann ihn einfach fragen. Das kann in Form einer Umfrage geschehen. Alternativ können Sie auch eine E-Mail versenden oder ein Meeting einberufen – ja nachdem, was Ihnen am besten liegt. Wichtig ist, dass Sie die Kommunikationskanäle öffnen und dass den Menschen bewusst ist, dass ihre Meinung über Sie gefragt ist. Gehen Sie dabei behutsam vor. Manchen Menschen liegt diese Form der Meinungsäußerung nicht. Entweder fürchten sie, dass man die so gewonnene Information gegen sie verwenden könnte oder sie fühlen sich in die Defensive gedrängt.

Deshalb ist es wichtig, ein offenes und ehrliches Umfeld zu protegieren, in dem die Leute das Gefühl haben, dass auch potenziell unangenehme Themen angeschnitten werden dürfen. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht in der Einrichtung einer wöchentlichen Meeting-Option, die die Leute zum Gespräch mit Ihnen nutzen können. Wichtig ist Ihre Nahbarkeit und Zugänglichkeit. Alternativ dazu können Sie sich auch mit Ihren Kollegen an einen Tisch setzen. Vergessen Sie die veraltete Taktik der professionellen Distanz. Damit treiben Sie lediglich einen Keil zwischen sich und das Team. Es ist wichtig, dass Ihre Leute den Menschen hinter dem Manager kennen lernen – zum Beispiel bei einem gemeinsamen Mittagessen, das natürlich Sie bezahlen.

Packen Sie mit an!

Oftmals brüten Führungskräfte in ihrem eigenen Büro über neuen Ideen, Taktiken und Strategien. Gut möglich, dass dies einen Großteil Ihrer wertvollen Arbeitszeit in Anspruch nimmt, was für Führungskräfte nicht ungewöhnlich ist. Durchbrechen Sie diese Gewohnheit und etablieren Sie neben der Öffnung der Kommunikationskanäle eine weitere Option um Ihre Führungsqualitäten zu verbessern: Unterstützen Sie Ihre Kollegen! Vielleicht greifen Sie dem Mitarbeiternachwuchs unter die Arme oder Sie helfen gestressten Managern aus der Patsche.

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die zählen! Man wird sich daran erinnern, dass Sie trotz Ihres eigenen, hohen Arbeitspensums mit angepackt haben. Ihr Vorteil: Sie werden als Teamplayer wahrgenommen, der kein Problem damit hat, sich die Hände schmutzig zu machen, wenn es um das gemeinsame Ziel geht.

Hören Sie zu!

Ein guter Zuhörer zu sein zählt zum wesentlichen Schritt bei der Optimierung der eigenen Führungsqualitäten. Menschen wollen, dass man ihnen zuhört. Was für den einen kleine Probleme oder Nebensächlichkeiten sind, ist für den anderen ein großes Thema. Hören Sie Ihren Angestellten zu und – sehr wichtig! – hören Sie sich auch selbst zu. Dadurch wirken Sie mitfühlend und interessiert.

Alle Führungspersönlichkeiten können hören, aber nur die besten von ihnen hören auch zu. Stanley McChrystal, der frühere Kommandant der US- und der Internationalen Streitkräfte in Afghanistan ist davon auch nach Jahrzehnten in militärischen Führungspositionen überzeugt. Die wichtigsten Fähigkeiten für das eigene Selbstverständnis sind seiner Meinung nach die des Zuhörens und der Akzeptanz der Möglichkeit des eigenen Scheiterns.

Lernen im eigenen Tempo

Menschen blicken zu Anführern auf. Und das aus gutem Grund! Howard Schultz, der Mann hinter Starbucks, wuchs arm auf, erhielt ein Stipendium und gründete schließlich die erfolgreichste Kaffeehaus-Kette der Welt. Zu Führungspersönlichkeiten wie Schultz blickt man wegen ihrer Ausdauer, ihrer Hartnäckigkeit und ihres unbedingten Schaffensdrangs auf. Deshalb kommt man auch häufig zu ihnen, wenn man auf der Suche nach Lösungen für Probleme ist. Das ist keine schlechte Sache. Es ist gut, Fragen zu stellen und auf Antworten zu warten.

Irgendwann ist jedoch der Punkt erreicht, an dem ein Anführer sein Team zur Selbständigkeit bei der Problemlösung anleiten muss. Präsentiert man ihnen die Lösung stets auf dem Silbertablett, stellen die Mitarbeiter das eigene Denken ein und legen so den Grundstein für neue Probleme. Während einige Mitglieder des Teams in dieser Situation glauben, Sie hätten die Antwort auf alle Fragen parat, hat ein anderes Teammitglied vielleicht eine Lösung in der Hinterhand, die niemand bisher in Erwägung gezogen hat. Helfen Sie hin und wieder einfach nicht. Lassen Sie das Team selbst Lösungen erarbeiten. Jede gute Führungskraft ist sich bewusst, dass Misserfolge zur Lernerfahrung untrennbar dazu gehören. 

Von anderen lernen

Es fühlt sich gut an, eine Führungspersönlichkeit zu sein. Um zu wissen, wie und in welchen Bereichen man sich weiter verbessern kann, lohnt es trotzdem, Tipps wie diese hier zu befolgen. Und manchmal ist es auch gut, den Menschen zuzuhören, die uns in die Zukunft führen. Doch wie stellt man das an, ohne bei anderen Führungspersönlichkeiten per E-Mail oder am Telefon nachzufragen oder ihnen gar einen Besuch abzustatten?

Nichts einfacher als das: Bei YouTube und TED findet sich eine große Auswahl an Reden zu Themen wie Teamführung, der eigenen Erfolgsgeschichte, den Herausforderungen, Schwächen und allem, was damit zu tun hat. Sind Sie gerade auf der Suche nach Inspiration oder haben Sie vor dem nächsten Meeting noch ein paar Minuten totzuschlagen? Werfen Sie einen Blick auf diese brillanten Reden über Leadership.

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