Herzlichen Glückwunsch! Ihre Bewerbung hat überzeugt und Ihnen eine Einladung zum Vorstellungsgespräch eingebracht. Jetzt gilt es, sich gründlich auf das Gespräch vorzubereiten und typische Fehler zu vermeiden, die Ihre Chancen auf den Job beeinträchtigen könnten. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 15 häufige Fehler im Vorstellungsgespräch – und wie Sie diese vermeiden können, um bei Ihrem potenziellen Arbeitgeber einen positiven und professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vermeiden Sie Unpünktlichkeit
  2. Unentschuldigtes Fernbleiben
  3. Unangemessene Begrüßung
  4. Mangelnde Information über das Unternehmen
  5. Keine Erklärungen zu Lücken im Lebenslauf
  6. Ungepflegte Erscheinung
  7. Dresscode missachten
  8. Übernächtigtes Auftreten
  9. Schlechte Umgangsformen
  10. Abweisende Körpersprache
  11. Ablenkung durch das Handy
  12. Klatsch und Tratsch
  13. Selbstüberschätzung
  14. Aggressive Reaktion auf Kritik
  15. Unpassende Fragen stellen

1. Vermeiden Sie Unpünktlichkeit

Unpünktlichkeit gehört zu den häufigsten Fehlern im Vorstellungsgespräch. Pünktlichkeit signalisiert Respekt gegenüber dem Gesprächspartner und zeigt, dass Sie gut organisiert sind. Planen Sie Ihre Anreise oder Ihren Termin deshalb so, dass Sie etwa 10 bis 15 Minuten vor dem vereinbarten Termin eintreffen beziehungsweise bei einem Videointerview bereit sind. So haben Sie genügend Puffer für unvorhergesehene Verzögerungen wie Verkehr oder technische Probleme. Achten Sie jedoch darauf, nicht deutlich zu früh zu erscheinen, da dies den Ablauf vor Ort unnötig stören kann.

2. Unentschuldigtes Fernbleiben

Sollte ein unvorhergesehenes Ereignis wie Krankheit, ein technisches Problem oder eine Autopanne Ihre Teilnahme am Vorstellungsgespräch verhindern, informieren Sie Ihren Gesprächspartner so schnell wie möglich. Eine frühzeitige Absage und die Bitte um einen neuen Termin zeigen, dass Sie verantwortungsbewusst und respektvoll mit der Zeit Ihres Gegenübers umgehen. Ein unentschuldigtes Fernbleiben kann hingegen Zweifel an Ihrer Zuverlässigkeit wecken.

3. Unangemessene Begrüßung

Der erste Eindruck zählt – besonders im Vorstellungsgespräch. Begrüßen Sie Ihren Gesprächspartner freundlich, aufmerksam und professionell. Achten Sie auf Blickkontakt und orientieren Sie sich bei der Begrüßungsform am Gegenüber und an der Unternehmenskultur. Ein Händedruck ist heute nicht in jeder Situation selbstverständlich. Entscheidend ist vielmehr, sicher und respektvoll aufzutreten. Sehr saloppe Begrüßungen oder ein distanziertes, unaufmerksames Auftreten können dagegen einen ungünstigen ersten Eindruck hinterlassen.

4. Mangelnde Information über das Unternehmen

Eine gründliche Vorbereitung auf das Unternehmen ist unerlässlich. Vor dem Gespräch sollten Sie sich über den Markt, in dem das Unternehmen tätig ist, seine Produkte oder Dienstleistungen, die Unternehmenskultur und wichtige aktuelle Entwicklungen informieren. Nutzen Sie diese Informationen, um im Gespräch gezielte Fragen zu stellen und Ihr Interesse am Unternehmen zu zeigen. Das signalisiert nicht nur, dass Sie sich gut vorbereitet haben, sondern auch, dass Sie ernsthaft an der Position interessiert sind. Für weiterführende Informationen zur optimalen Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch empfehlen wir Ihnen unseren Artikel zur Gesprächsvorbereitung.

5. Keine Erklärungen zu Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf sind nicht ungewöhnlich. Wichtig ist, dass Sie auf mögliche Rückfragen vorbereitet sind und Ihre Situation offen und nachvollziehbar erklären können. Dazu können beispielsweise Phasen der Arbeitslosigkeit, längere Reisen, Weiterbildungen, familiäre Verpflichtungen oder eine berufliche Neuorientierung gehören. Bleiben Sie sachlich und konzentrieren Sie sich darauf, wie Sie die betreffende Zeit genutzt haben und welche Erfahrungen oder Erkenntnisse Sie daraus mitgenommen haben.

Erfahren Sie in diesem Artikel mehr darüber, wie Sie mit Ihrem Lebenslauf überzeugen können.

6. Ungepflegte Erscheinung

Ein gepflegtes und zur Situation passendes Auftreten unterstützt einen professionellen ersten Eindruck. Achten Sie auf saubere Kleidung und ein ordentliches Gesamtbild. Dabei geht es nicht darum, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen, sondern darum, vorbereitet und der Situation angemessen aufzutreten. Bei Videointerviews sollten Sie außerdem auf einen möglichst ruhigen, aufgeräumten Hintergrund sowie gute Licht- und Tonverhältnisse achten.

7. Dresscode missachten

Jedes Unternehmen hat eine eigene Unternehmenskultur und häufig auch unterschiedliche Erwartungen an die Kleidung. Während in einigen Branchen formellere Kleidung üblich ist, wird andernorts ein deutlich legererer Stil gepflegt. Informieren Sie sich deshalb im Vorfeld über das Unternehmen und wählen Sie ein Outfit, in dem Sie professionell und gleichzeitig authentisch auftreten können. Auch bei Videointerviews sollte Ihre Kleidung zum Anlass und zur jeweiligen Branche passen.

8. Übernächtigtes Auftreten

Wer unausgeschlafen zum Vorstellungsgespräch erscheint, hat es schwerer, konzentriert und aufmerksam zu bleiben. Planen Sie deshalb möglichst ausreichend Zeit für Erholung ein und vermeiden Sie unnötigen Stress unmittelbar vor dem Gespräch. Ein wacher und konzentrierter Eindruck hilft Ihnen dabei, Fragen souverän zu beantworten und selbst gezielte Rückfragen zu stellen.

9. Schlechte Umgangsformen

Gute Umgangsformen sind im Vorstellungsgespräch wichtig. Unterbrechen Sie Ihren Gesprächspartner nicht, begegnen Sie allen Personen im Unternehmen respektvoll und achten Sie auf einen freundlichen Ton. Dazu gehört auch, sich bei der Anrede zunächst an der Kommunikation Ihres Gegenübers zu orientieren. Ein höfliches und respektvolles Auftreten zeigt, dass Sie professionell mit unterschiedlichen Menschen umgehen können.

10. Abweisende Körpersprache

Ihre Körpersprache trägt zum Gesamteindruck im Vorstellungsgespräch bei. Achten Sie möglichst auf eine offene und aufmerksame Haltung und wenden Sie sich Ihrem Gesprächspartner zu. Gleichzeitig sollte Körpersprache nicht überinterpretiert werden: Verschränkte Arme, weniger Blickkontakt oder eine bestimmte Sitzposition bedeuten nicht automatisch Desinteresse oder Unsicherheit. Entscheidend ist der Gesamteindruck aus Gespräch, Inhalt und Auftreten. Weitere Informationen zu Körpersprache und Mikroexpressionen finden Sie in unserem Artikel über Körpersprache.

11. Ablenkung durch das Handy

Ihr Mobiltelefon sollte Sie während des Vorstellungsgesprächs nicht ablenken. Stellen Sie es auf lautlos oder schalten Sie es aus und legen Sie es außer Sichtweite. Auch bei Videointerviews ist es sinnvoll, Benachrichtigungen auf Smartphone und Computer zu deaktivieren. So können Sie sich vollständig auf das Gespräch konzentrieren und vermeiden unnötige Unterbrechungen.

12. Klatsch und Tratsch

Ein gewisser Small Talk gehört zu vielen Vorstellungsgesprächen dazu. Seien Sie jedoch vorsichtig, wenn es um Ihren vorherigen Arbeitgeber, Kollegen oder interne Informationen geht. Vermeiden Sie es, vertrauliche Details preiszugeben oder pauschal negativ über frühere Arbeitgeber zu sprechen. Bleiben Sie sachlich und erklären Sie beispielsweise, was Sie sich von Ihrem nächsten Karriereschritt wünschen oder weshalb Sie sich beruflich verändern möchten.

13. Selbstüberschätzung

Es ist wichtig, Ihre Erfolge und Fähigkeiten im Vorstellungsgespräch selbstbewusst darzustellen. Übertreibungen oder unbelegte Aussagen können jedoch unglaubwürdig wirken. Unterstützen Sie Ihre Stärken deshalb möglichst mit konkreten Beispielen aus Ihrer beruflichen Laufbahn. So zeigen Sie Selbstbewusstsein und geben Ihrem Gesprächspartner gleichzeitig einen nachvollziehbaren Eindruck von Ihren Erfahrungen und Kompetenzen.

14. Aggressive Reaktion auf Kritik

Kritische Fragen können Teil eines Vorstellungsgesprächs sein. Vielleicht werden Sie nach Herausforderungen, Fehlern oder Bereichen gefragt, in denen Sie sich noch weiterentwickeln möchten. Reagieren Sie möglichst ruhig und sachlich und nutzen Sie solche Fragen, um Ihre Selbstreflexion zu zeigen. Wichtig ist nicht, auf jede Frage sofort die perfekte Antwort zu haben, sondern konstruktiv und offen mit Rückfragen oder kritischen Themen umzugehen.

15. Unpassende Fragen stellen

Eigene Fragen gehören zu einem guten Vorstellungsgespräch dazu. Themen wie Gehalt, Urlaub, Arbeitszeiten oder Benefits sind grundsätzlich legitim und können je nach Gesprächsverlauf auch bereits im ersten Interview angesprochen werden. Entscheidend sind der richtige Zeitpunkt und die Formulierung. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die Position, Aufgaben, Erwartungen und das Team und greifen Sie Rahmenbedingungen dann auf, wenn sie zum Gespräch passen. So zeigen Sie Interesse an der gesamten Position und erhalten gleichzeitig die Informationen, die für Ihre Entscheidung wichtig sind.

FAQ

Was sollte ich bei einem Vorstellungsgespräch vermeiden?

Vermeiden Sie vor allem Unpünktlichkeit, mangelnde Vorbereitung, respektloses Verhalten und unnötige Ablenkungen. Auch negative Aussagen über frühere Arbeitgeber oder unbelegte Übertreibungen können einen ungünstigen Eindruck hinterlassen.

Was sollte man bei einem Vorstellungsgespräch sagen und was nicht?

Stellen Sie Ihre Erfahrungen, Stärken und Erfolge möglichst konkret dar und erläutern Sie, warum Sie sich für die Position interessieren. Negative oder vertrauliche Aussagen über frühere Arbeitgeber und Kollegen sollten Sie vermeiden. Bleiben Sie stattdessen sachlich und professionell.

Was kommt gar nicht gut im Vorstellungsgespräch an?

Unpünktlichkeit, Unhöflichkeit, mangelnde Vorbereitung, Desinteresse und ein unprofessioneller Umgang mit Gesprächspartnern können einen schlechten Eindruck hinterlassen. Entscheidend ist, aufmerksam, respektvoll und gut vorbereitet aufzutreten.

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