Die Rolle des Finanzvorstands

Der CFO eines Konzerns ist für finanzielle Aufgaben verantwortlich und beweist sich gleichzeitig als Strategieverantwortlicher bei der Geschäftsleitung sowie beim Vorstand, dessen Mitglied er/sie ist. Der/die FinanzchefIn ist damit einer der Hauptakteure in der Unternehmensführung. Die Rolle des CFO übernimmt die Führung der internen und externen Entwicklung, beaufsichtigt alle Umstrukturierungen und leitet häufig die Finanzkommunikation für alle Unternehmensereignisse.

Aufgaben eines CFO

1. Buchhaltung

Erstellung der Einzel- und Konzernabschlüsse sowie Gewährleistung derer Korrektheit und Zuverlässigkeit. Je nach Größe des Konzerns garantiert der CFO die Aufsicht über den Finanzvorstand der Tochtergesellschaften und/oder Unternehmensbereiche, über den Buchhaltungsleiter, den Konsolidierungsleiter, den Controlling-Leiter sowie über ein oder mehrere Shared Service Center (in denen die allgemeine Buchführung und die Nebenbuchhaltung der verschiedenen Konzerneinheiten erfolgen).

2. Finanzdaten und Bankbeziehungen

  • Verwaltung der außerbilanziellen Geschäfte (Akquisitionen, Fusionen, Veräußerungen),

  • Kassenführung und Finanzierungsverwaltung, Pflege von Drittbeziehungen mit Bankern, Rechnungsprüfern usw.

  • Überwachung und Validierung des Konzerncontrollings: Planung, Budget, Berichterstattung,

  • Beitrag zur Verbesserung oder Umsetzung von Managementinformationssystemen,

  • Vorbereitung von Studien zu industriellen und finanziellen Investitionen.

3. Manager und Entscheidungsträger

Abhängig vom Unternehmen gehören auch die Beaufsichtigung des internen Kontrollteams sowie Beteiligung an der Umsetzung neuer Standards und Vorschriften zu den Kompetenzen. Die Aufgaben eines CFO beinhalten des Weiteren die Teilnahme an der Entwicklung der Unternehmensstrategie (einschließlich der operativen Umsetzung), die Leitung der Finanzkommunikation, Beziehungspflege zu Aktionären und Investoren sowie die Überwachung der internen Revision (in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung), die Handhabung rechtlicher und steuerlicher Angelegenheiten, Personalmanagement und allgemeine Dienstleistungen.

Berichtslinie

Der CFO ist normalerweise direkt der Geschäftsleitung unterstellt.

Hochschulabschluss, Berufserfahrung, Fähigkeiten: Das perfekte CFO-Profil

Der Konzern-Finanzvorstand besitzt üblicherweise einen Abschluss von einer Wirtschaftsschule. In großen Konzernen wird diese Funktion gewöhnlich von mehreren Geschäftsbereichen abgewickelt, z. B. über die Position des Finanzkontrolleurs der Tochtergesellschaften oder des Controlling-Leiters, manchmal aber auch über die Position des Leiters der internen Revision oder des Buchhaltungsleiters. Ebenfalls ist anzumerken, dass der Finanzvorstand in börsennotierten Unternehmen oft bereits Erfahrung mit einer Handelsbank oder einer der Big4 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften hatte. Die Kompetenzen eines Konzern-Finanzvorstands müssen über die für seine finanziellen Aufgaben erforderlichen fachlichen Kenntnisse hinausgehen und seine soziale Kompetenz, einen ausgeprägten Sinn für die Wirtschaftstätigkeit des Unternehmens und eine langfristige Vision unter Beweis stellen.

Ein Konzern-Finanzvorstand wird zunehmend zur Übernahme von Führungsverantwortung herangezogen.

Vergütung und Gehaltsentwicklung

Das Gehalt eines CFO liegt je nach Sektor und Unternehmensgröße zwischen 96.000 und 500.000 €. Laut unserer aktuellen Gehaltsübersicht beträgt das durchschnittliche CFO-Gehalt in Deutschland derzeit bei rund 120.000 € bzw. 160.000 € einschließlich Zusatzleistungen. 

Entwicklung der Position des CFO

Ein Konzern-Finanzvorstand wird zunehmend zur Übernahme von Führungsverantwortung herangezogen.

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