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Die Generation Z prägt den Arbeitsmarkt schon heute und ihr Einfluss wächst weiter. Bis 2025 wird sie etwas mehr als ein Viertel der Erwerbsbevölkerung in den OECD-Ländern ausmachen. Diese Generation legt Wert auf soziale Verantwortung, Vielfalt und Chancengleichheit. Für Arbeitgeber stellt sich deshalb eine wichtige Frage: Wie lassen sich die Erwartungen der Gen Z verstehen und junge Talente langfristig gewinnen?
Talent Trends, die globale Studie von Michael Page mit fast 50.000 Teilnehmern im Jahr 2024, liefert dazu wertvolle Einblicke. Wer heute junge Talente verstehen will, investiert in die Zukunft des Unternehmens.
Zur Generation Z gehören Menschen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden. Die auch als Zoomers bekannte Generation folgt auf die Millennials und geht der Generation Alpha voraus.
Die Gen Z ist die erste Generation, die mit Smartphones, Tablets und sozialen Medien aufgewachsen ist. In Europa gilt sie als die kulturell vielfältigste und am besten ausgebildete Generation. Gleichzeitig sorgen eine alternde Bevölkerung und niedrige Geburtenraten dafür, dass junge Fachkräfte knapper werden als in vielen anderen Regionen der Welt.
Für Arbeitgeber bedeutet das: Junge Talente werden zunehmend gefragter. Wer sie gewinnen möchte, sollte frühzeitig auf ihre Erwartungen eingehen und überzeugende Entwicklungsperspektiven bieten.
Sie möchten mehr über aktuelle Talenttrends und Entwicklungen auf dem europäischen Arbeitsmarkt erfahren? Unsere Talent Trends Studie 2024 bietet umfassende Einblicke und aktuelle Daten.
Beim Blick auf die Arbeitswelt zeigen sich einige interessante Unterschiede zwischen der Gen Z und älteren Arbeitnehmergenerationen:
Ein wettbewerbsfähiges Gehalt gehört für die Gen Z zu den wichtigsten Kriterien bei der Jobsuche.
Daneben spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle:
Für viele junge Talente bleibt das Büro ein wichtiger Ort für Austausch, Lernen und Zusammenarbeit.
Psychische Gesundheit und Work-Life-Balance gehören zu den wichtigsten Themen für die Gen Z.
Auf die Frage nach der wichtigsten Priorität im Berufsleben nennen:
Bei älteren Arbeitnehmern zeigt sich ein anderes Bild. Dort steht häufiger die allgemeine Arbeitszufriedenheit an erster Stelle.
Die Gen Z nutzt digitale Tools selbstverständlich im Arbeitsalltag und erwartet Technologien, die ihre Arbeit effizienter machen. Plattformen wie Slack, Google Workspace oder Microsoft Teams gehören für viele zum Standard.
Auch beim Thema Künstliche Intelligenz zeigt sich eine hohe Offenheit:
Unternehmen, die moderne Technologien bereitstellen und sinnvoll einsetzen, können ihre Attraktivität für junge Talente erhöhen.

Klassische Recruiting-Ansätze reichen oft nicht mehr aus, um Gen-Z-Talente zu erreichen. Erfolgreiche Arbeitgeber passen ihre Strategie an die Erwartungen dieser Generation an und kommunizieren klar, wofür sie stehen.
Ein gutes Beispiel ist Lacoste. Das Unternehmen vermittelt auf seiner Karrierewebsite authentische Einblicke in Unternehmenskultur, Werte, Entwicklungsmöglichkeiten und Benefits. Echte Mitarbeitereinblicke und nachvollziehbare Fakten schaffen Vertrauen und machen die Arbeitgebermarke greifbarer.
Besonders wichtig sind dabei folgende Faktoren:
Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion spielen für die Gen Z eine wichtige Rolle.
17 % nennen die Beseitigung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles als zentrales Anliegen. Gleichzeitig wünschen sich viele junge Talente stärkere Maßnahmen für die Inklusion der LGBTQIA+-Community.
Die Gen Z erwartet sichtbare Fortschritte statt reiner Absichtserklärungen. Deshalb sollten DE&I-Maßnahmen nachvollziehbar, messbar und im Arbeitsalltag erlebbar sein.
Zudem berichten 19 % der Befragten von Diskriminierungserfahrungen aufgrund ihrer Religion oder ihres Glaubens. Das zeigt, wie wichtig eine inklusive Unternehmenskultur bleibt.
Junge Talente möchten für Unternehmen arbeiten, deren Werte mit ihren eigenen übereinstimmen.
Ein glaubwürdiges Engagement für Umwelt, Gesellschaft und Gemeinschaft kann deshalb ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein. Unternehmen sollten ihre Aktivitäten transparent kommunizieren und Erfolge sichtbar machen, beispielsweise über Social Media oder Karrierekanäle.
62 % der Gen-Z-Beschäftigten entscheiden sich bevorzugt für Arbeitgeber, deren Werte sie teilen.
Flexible Arbeitsbedingungen gehören zu den wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Arbeitgeberwahl.
Dazu zählen unter anderem:
50 % der Gen Z zählen flexible Arbeitsregelungen zu den drei wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung für ein Jobangebot.
Zusatzleistungen können den Unterschied machen, wenn Talente zwischen mehreren Angeboten wählen.
10 % der Befragten haben ihre Jobsuche begonnen, weil sie mit ihren nicht finanziellen Leistungen unzufrieden waren.
Besonders geschätzt werden:
Die Erwartungen der Gen Z enden nicht nach der Vertragsunterschrift. Wer junge Talente langfristig halten möchte, sollte vom ersten Tag an die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.
Ein moderner Onboarding-Prozess sollte digitale Lernformate selbstverständlich integrieren. Online-Plattformen, Videos und interaktive Trainings helfen dabei, neue Mitarbeitende schnell und effektiv einzuarbeiten.
Die Gen Z legt Wert auf offene Kommunikation und ehrliches Feedback.
Klare Erwartungen, regelmäßige Gespräche und zeitnahe Rückmeldungen schaffen Orientierung. Erfolge sollten sichtbar anerkannt werden, sei es durch Entwicklungsmöglichkeiten, Beförderungen oder öffentliche Wertschätzung.
Karriereentwicklung spielt für die Gen Z eine zentrale Rolle.
30 % betrachten Lernen und Weiterentwicklung als wichtigen Teil der Unternehmenskultur.
26 % haben sich aufgrund fehlender Weiterbildungsmöglichkeiten nach einem neuen Job umgesehen.
Investitionen in Weiterbildungsangebote fördern nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, sondern stärken auch die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Fazit: Die Gen Z als Chance für die Zukunft
Wer die Gen Z gewinnen möchte, sollte verstehen, was sie antreibt. Flexibilität, Entwicklungsmöglichkeiten, Wohlbefinden und eine inklusive Unternehmenskultur gehören für viele junge Talente zu den wichtigsten Entscheidungskriterien.
Gleichzeitig schätzen sie moderne Technologien, transparente Kommunikation und Arbeitgeber, die Verantwortung übernehmen.
Unternehmen, die diese Erwartungen ernst nehmen, erhöhen ihre Chancen, qualifizierte junge Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.
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Wie jede Generation bringt auch die Gen Z eigene Erwartungen und Prioritäten mit. Diese Punkte können dabei helfen, eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu fördern:
Die Gen Z sucht Arbeitgeber, die mehr bieten als einen sicheren Arbeitsplatz. Besonders wichtig sind:
Unternehmen, die diese Faktoren glaubwürdig in den Arbeitsalltag integrieren, schaffen eine starke Grundlage, um junge Talente zu gewinnen und langfristig zu binden.
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