Auch in diesem Quartal konnte der Bewerber Index für Deutschland sehr gute Resultate erzielen. Besonders in Hinblick auf Kompetenzerweiterung kann weiterhin von einer positiven Entwicklung ausgegangen werden. 75 % unserer Teilnehmer sind der Meinung, dass sich ihre Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung verbessern werden. Dieses Ergebnis liegt nicht nur europaweit über dem Durchschnitt sondern auch im länderspezifischen Vergleich, wo sich beispielsweise Frankreich und die Schweiz dieses Jahr mit 66 % hinter Deutschland einreihen müssen.

Doch welche Kompetenzen werden in Zukunft gefragt sein? Kann ich davon ausgehen, dass der gerade durchgeführte „Customer-Relationship-Management“ Kurs auch noch in fünf Jahren in meiner Firmen nachgefragt sein wird? Was erwarten die Unternehmen der Zukunft von ihren Mitarbeitern und wie werden bestehende Kompetenzen gezielt gefördert?

Willkommen in der Arbeitswelt 4.0

Heutzutage assoziieren wir „Kompetenzerweiterung“ automatisch mit dem Aneignen digitalen Wissens. Wir bedenken dabei aber nicht, dass sich in der Arbeitswelt 4.0 nicht nur unsere Aufgabenbereiche, sondern auch unser Arbeitsumwelt ändern wird. Aktuell befinden wir uns in einer Phase von strukturellen Veränderungen innerhalb von Unternehmen, die sich in weiterer Folge auch auf die Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter auswirken wird.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung PwC wird die  Arbeitswelt 4.0 in drei verschiedene Farben unterteilt, mit verschiedenen Strukturen und Anforderungen. Heute machen wir „Business“, in der Zukunft „orangenes“, „grünes“ oder „blaues“ Business. „Orange“ repräsentiert hierbei kleine Unternehmen, „grün“ mittelständige und verantwortungsbewusste Unternehmen und „blau“ multinationale Konzerne. Was zunächst wie eine sehr abstrakte Darstellung klingt, könnte sehr bald zur Realität werden.

 Kompetenzentwicklung in den farbigen Arbeitswelten der Zukunft

Die orangene Welt – kleine Unternehmen fördern Individualität

In der orangenen Welt wird es keinen prädestinierten Leitfaden für „gefragte“ Kompetenzen geben. Mitarbeiter werden dazu ermutigt, ihre eigenen, individuellen Stärken zu fördern. Verpflichtende Weiterbildungen wird es in diesem Sinne nicht mehr geben, der Schwerpunkt liegt auf individueller Förderung und Talent Development. Mitarbeiter werden größtenteils flexibel und projektbezogen arbeiten, die Leidenschaft für den Beruf ist Trumpf. Je intensiver Kandidaten ihre Talente zuvor trainieren, desto bessere Entwicklungsmöglichkeiten werden sie in der orangenen Welt haben.

Die grüne Welt – Unternehmen mit sozialem Gewissen

Persönliche Entwicklung wird mit beruflicher Entwicklung gleichgesetzt. Ähnlich wie NGOs heute wird sich die grüne Arbeitswelt stark an sozialem Gewissen, Mitarbeiterbindung und Nachhaltigkeit orientieren. Soft Skills werden intensiv trainiert und im Berufsalltag gezielt eingesetzt. Kandidaten punkten mit Persönlichkeit und Engagement; der Leistungsgedanke ist, wie das Gehalt, zweitrangig.

Die blaue Welt – Großkonzerne verlangen Eigeninitiative gepaart mit Erfolg

Ähnlich wie in der orangenen Welt wird auch in der blauen Welt auf individuelle Kompetenzentwicklung Wert gelegt, jedoch in enger Verbindung zum unternehmerischen Erfolg. Statt beispielsweise lediglich eine Schulung in einer Programmiersprache zu besuchen, wird in der blauen Welt ein dazugehöriges Training in „Lösungsorientiertem Handeln“ oder „Leadership-Skills“ angeboten. Leistung wird mit Kompetenzen gleichgesetzt und ist ein ausschlaggebender Gehaltsfaktor.

Perspektiven der neuen Arbeitswelten in Deutschland

PwC bezieht sich in seiner Studie auf einen globalen Trend. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch die Arbeitswelt in Deutschland an Farbe gewinnen wird.

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