Die Basis für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen sind eine gründliche Betrachtung der eigenen Position, eine gesunde Selbsteinschätzung und eine gute Vorbereitung. Machen Sie sich klar, welchen Mehrwert Ihre Tätigkeit dem Unternehmen bringt. Unterziehen Sie Ihre bisherige Tätigkeit einer genauen Prüfung und finden Sie heraus, ob Sie in Zukunft mehr Verantwortung tragen oder mehr Aufgaben übernehmen können. Kernpunkt einer Gehaltsverhandlung ist Ihre Arbeitsleistung. Sehen Sie es als Ziel an, dass nach einem erfolgreichen Gehaltsgespräch beide Seiten – Sie und das Unternehmen – profitieren.

So bereiten Sie sich auf eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung vor

Grundlage für eine gute Ausgangsposition in Gehaltsverhandlungen ist Ihr Wissen um den Wert Ihrer Arbeit für die Firma. Gespräche mit Kollegen aus der Branche und einer Personalberatung unterstützen Sie bei einer realistischen Einschätzung. Informieren Sie sich über die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens. In Zeiten von Personaleinsparung und Lohnkürzung ist der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung nicht immer realistisch. Befindet sich die Branche im Wachstum, sind Forderungen leichter zu realisieren. Berücksichtigen Sie für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung

  • die Summe, die Sie für Ihren Lebensunterhalt benötigen,

  • das niedrigste Gehalt, das Sie akzeptieren können sowie

  • das Gehaltsniveau Ihrer Branche und des Einsatzortes und

  • Ihre angestrebte Gehaltsvorstellung

Steigen Sie für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung mit Ihrer höchsten, realistischen Gehaltsvorstellung ein. Auf diesem Weg schaffen Sie sich einen ausreichend großen Verhandlungsspielraum und können Ihren Vorgesetzten entgegenkommen. Beziehen Sie nicht ausschließlich finanzielle Aspekte ein. Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung bedeutet unter Umständen auch, einen Firmenwagen oder vom Arbeitgeber finanzierte Fortbildungen zu erhalten sowie Ihre Arbeitszeiten flexibler gestalten zu können.

Für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung vermeiden Sie diese sieben Fehler

Um in einer Gehaltsverhandlung Ihre Ziele zu realisieren, vermeiden Sie folgende No-Gos:

  • Unangebrachte, nicht schlagkräftige Argumente: Ihr Beitrag für das Unternehmen ist der relevante Faktor für eine Gehaltsverhandlung. Mit veränderten Lebensumständen wie Familienzuwachs überzeugen Sie keinen Vorgesetzten.

  • Unzureichende Vorbereitung: Eine Gehaltserhöhung erreichen Sie über schlüssige Argumente. Suchen Sie überzeugende Gründe, die Ihre Leistungsfähigkeit und Ihren Wert im Unternehmen zeigen.

  • Nicht definierte Forderungen: Bevor Sie ein Gehaltsgespräch beginnen, müssen Sie für sich definieren, was Sie fordern. Ihr Arbeitgeber erfragt Ihre Vorstellungen. Sie bilden die Basis für die folgende Gehaltsverhandlung.

  • Zu hohe Forderungen: Im ersten Schritt fordern Sie mehr als das angestrebte Gehalt. Unrealistische Forderungen verärgern den Verhandlungspartner und machen Ihren Auftritt unglaubwürdig.

  • Nicht unter Wert verkaufen: Für Kandidaten in einem Bewerbungsgespräch ist es schwer, eine realistische Gehaltsvorstellung zu nennen. Personalverantwortliche interessiert, ob Sie den Wert Ihrer Fähigkeiten für das Unternehmen beurteilen können und von Ihrer Qualifikation überzeugt sind. Unternehmen suchen qualifizierte Mitarbeiter, die Kosten stehen nicht an erster Stelle.

  • Falscher Zeitpunkt: Herrscht in einer Branche oder einem Unternehmen wirtschaftliche Flaute, sind Gehaltsverhandlungen selten erfolgreich. Firmenausflüge oder Feste bieten keinen adäquaten Rahmen für ein Gespräch über eine Gehaltserhöhung.

  • Drohungen: Erpressen Sie Ihren Vorgesetzten nicht mit einem Wechsel des Arbeitsplatzes. Stimmen Ihre Leistungen für das Unternehmen sowie alle anderen Faktoren, wird auch die Gehaltsverhandlung erfolgreich sein.

Zu guter Letzt

Treten Sie als ernst zu nehmender, aber fairer Gesprächspartner in der Gehaltsverhandlung auf. Selbstsicherheit ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Gehaltsgespräch. Sie zeigt, mit welcher Auffassung Sie die Ihnen übertragenen Aufgaben angehen und stärkt Ihre Verhandlungsposition.

Weitere Informationen finden Sie auch in den Gehaltsstudien von Michael Page und im direkten Gespräch mit unseren Beratern.

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