Sie befinden sich hier

Stabiler Kandidatenmarkt trotz pessimistischer Wirtschaftsprognosen

Düsseldorf, 30. Januar 2019 – 88,2 Prozent der Arbeitnehmer, die im Rahmen des PageGroup Bewerber Index im vierten Quartal 2018 befragt wurden, bewerten die deutsche Arbeitsmarktlage als gut. Noch positiver nehmen die Umfrageteilnehmer die Wirtschaftslage zum Ende des Jahres wahr: Hier liegt der Wert bei 91,9 Prozent. 2019 droht die Konjunktur zu kippen. Gründe hierfür sind beispielsweise ein ungeregelter Brexit und der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Laut PageGroup dürfen sich Unternehmen aber gerade jetzt nicht von möglichen Gewinneinbußen verunsichern lassen und müssen ihre Personalplanung und -führung weiterhin langfristig angehen.

An der europaweiten vierteljährlichen Umfrage der Personalberatung haben in Deutschland im letzten Quartal 2018 518 Personen auf Jobsuche teilgenommen. Die PageGroup Studienteilnehmer zeigen sich von den Hiobsbotschaften und den aktuellen Entwicklungen auf dem Weltmarkt im vierten Quartal 2018 unbeeindruckt. In den kommenden sechs Monaten erwarten sie weder eine Verschlechterung der Arbeitsmarkt- (85,9 Prozent) noch der Wirtschaftslage (85,1 Prozent). „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt von der Entwicklung in der Wirtschaft zunächst unberührt“, kommentiert Goran Barić, Geschäftsführer der PageGroup Deutschland und Mitglied der europäischen Geschäftsleitung. Eine Entlassungswelle ist laut dem Personalexperten nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: „Die wachsende Nachfrage an unsere Personalberatungsleistung zeigt deutlich, dass das Ringen um Fachkräfte und der Kandidatenmarkt weitergeht.“

 

„Wer im Bereich Personal sparen will, verliert“

Während 53,9 Prozent der im Rahmen des Bewerber Index befragten Jobsuchenden davon ausgehen, dass sie in weniger als drei Monaten einen neuen Job finden, sieht die Lage auf Seiten der Arbeitgeber ganz anders aus: „Bis eine neue Stelle erfolgreich besetzt wird, können mehrere Monate vergehen. Im schlimmsten Fall bleibt diese sogar unbesetzt“, erklärt Goran Barić. „Das belastet die Wirtschaftlichkeit vieler Unternehmen zusätzlich.“

Die Digitalisierung schafft laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fast genauso viele Stellen wie sie frisst. Insbesondere im IT-Bereich sind nach Angaben der Bitkom branchenübergreifend aktuell 82.000 IT-Spezialisten-Stellen zu besetzen. Doch auch in anderen Bereichen wird die Suche nach qualifiziertem Personal für Unternehmen immer zeitintensiver und raubt Ressourcen. „Wer sich bei der Personalplanung also von Prognosen und wirtschaftlichen Schwankungen leiten lässt, verliert mehr als er gewinnt“, sagt Barić. „Personalentscheidungen müssen daher langfristig und strategisch angelegt sein. Das gilt insbesondere für mittelständische und kleine Unternehmen, die mit einer schlechter Auftragslage weit mehr zu kämpfen haben als große Firmen“.

Führungsqualitäten durch transparente Kommunikation zeigen

Für 96,7 Prozent der Befragten stellt das Arbeitsklima einen wichtigen Faktor im Berufsleben dar. Sollte die Konjunktur tatsächlich einbrechen, wird die Kommunikation mit der Belegschaft wichtiger denn je. „Mitarbeiter dürfen nicht das Gefühl bekommen, ihre Arbeitsplätze seien gefährdet“, betont Barić. „Arbeitgeber sind gefragt, die Unternehmenssituation gegenüber ihren Mitarbeitern transparent offenzulegen und einzuordnen. Das schafft klare Fakten, stärkt das Wir-Gefühl und verhindert unnötige Mitarbeiterfluktuation.“

Um Mitarbeiterbindung und Unternehmenszugehörigkeit zu fördern, ist es laut Barić wichtig, gezielt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. Der PageGroup Umfrage zufolge gehören dazu neben einer guten Arbeitsatmosphäre ein spannendes Aufgabenfeld (92,1 Prozent), Weiterbildungsmöglichkeiten (89,2 Prozent) sowie Gehalt (89,8 Prozent).

Über die Umfrage:

Der „Bewerber Index“ der Personalberatung PageGroup beruht auf Antworten von 5.243 Kandidaten aus 12 Ländern in Kontinentaleuropa und gibt die Gesamtzuversicht eines Landes wieder. In Deutschland hat der Bewerber Index im vierten Quartal 2018 einen Wert von 70 Prozent erreicht und liegt seit 2017 durchgängig über einem Wert von 64 Prozent. Insgesamt 518 Kandidaten, die sich für eine Position über die Webseiten von Michael Page oder Page Personnel beworben haben, nahmen in Deutschland an der Befragung im vierten Quartal 2018 teil.

Weitere Ergebnisse im internationalen Vergleich stehen als interaktive Infografik hier kostenlos zur Verfügung.
 

Zur PageGroup Deutschland

Die PageGroup ist eine weltweit agierende Personalberatungsgruppe mit 140 Büros in 36 Ländern und mehr als 7.000 Mitarbeitern weltweit. Im Jahr 1976 in London gegründet, ist die PageGroup plc. an der Londoner Börse gelistet. Die Dachmarke PageGroup umfasst die Marken Page Executive, Michael Page, Page Personnel sowie Page Outsourcing und vermittelt Fach- und Führungskräfte in Festanstellung, im Rahmen der qualifizierten Zeitarbeit und für Interim-Projekte. In Deutschland ist die PageGroup mit allen Marken vertreten und agiert aus sieben Standorten: Düsseldorf (Zentrale), Frankfurt, Köln, Stuttgart, München, Hamburg und Berlin.