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Der deutsche Arbeitsmarkt auf der Überholspur? Wie Jobsuchende die Lage auf dem Arbeitsmarkt einschätzen

Der Arbeitsmarkt in Deutschland boomt. Laut der europaweiten Umfrage der PageGroup zum „Job Confidence Index“ sind 63 Prozent der Bewerber in Deutschland zuversichtlich, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt und ihre individuelle berufliche Situation verbessern werden. Doch was macht uns so zuversichtlich? Und läuft tatsächlich alles so gut? 

 

Im europaweiten Vergleich ist Deutschland Vize-Meister: Wir liegen auf Platz zwei mit einem Confidence Index von 63 Prozent; knapp hinter Schweden (64 %) und vor Polen (57 %) sind die Deutschen mit am optimistischsten in Bezug auf ihre beruflichen Chancen. Zur Ermittlung des „Job Confidence Index“ werden umfassend und regelmäßig Bewerber aus zwölf Ländern befragt. Der Geschäftsführer der PageGroup Deutschland Goran Barić ist von dem Index überzeugt: „Der Index ist ein spannendes Trendbarometer für den Arbeitsmarkt. Wir bekommen durch ihn ein sehr aktuelles und differenziertes Stimmungsbild aus den unterschiedlichen Karrierestufen.“

Positives Denken in Bezug auf die eigene professionelle Entwicklung, aber…

Sind Sie zuversichtlich, wenn Sie an Ihren Job denken? In Deutschland scheint es mit dem Selbstbewusstsein der Jobsuchenden zumindest bergauf zu gehen. Die befragten Altersgruppen sehen vor allem die Entwicklung ihrer individuellen Fähigkeiten positiv. Besonders optimistisch ist die jüngere Generation: 91 Prozent der Bewerber unter 30 Jahren gehen davon aus, dass sich ihre Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung verbessern werden. Nutzen Sie diese Chance und verbessern Sie dadurch Ihre Karrierechancen.

…dennoch Zweifel, schnell einen neuen Job zu finden?

Trotz der allgemein positiven Stimmung zweifeln einige Bewerber – vor allem an der eigenen beruflichen Situation. Obwohl die Lage am Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Situation sehr positiv bewertet werden, schätzen die Bewerber ihre eigene Situation einen Job zu bekommen um einiges schlechter ein. So geben 57 Prozent der befragten Kandidaten unter 30 Jahren an, dass sie weniger als drei Monate benötigen werden, einen neuen Job zu finden. Bei den Bewerbern über 45 Jahren sind es sogar nur 39 Prozent. Woher kommt diese Unsicherheit? Möglicherweise spiegelt diese Situation die deutsche Mentalität wieder: „Uns geht es gut, aber mir nicht zwangsläufig auch“. Zu hohe Erwartungen an sich und den eigenen Job können ebenfalls Gründe sein, warum die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung des Arbeitsmarktes und den eigenen Chancen, einen neuen Job zu bekommen, so groß ist.

Junge Kandidaten legen Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance

Von der viel zitierten Generation Y wissen wir, dass es ihnen bei der Jobsuche in erster Linie nicht ums Geld geht. Das Gesamtpaket muss stimmen. Jenseits des Jobs legen die Kinder der Jahrtausendwende außerdem viel Wert auf ihre Freizeit, um ihren privaten Interessen nachzugehen. Nach dem aktuellen Job Confidence Index scheint die Generation Y recht zufrieden zu sein: 48 Prozent der unter 30-Jährigen erwarten eine Verbesserung; 41 Prozent gehen davon aus, dass die Situation beim Thema Work-Life-Balance gleich bleibt. Nur 7 Prozent erwarten eine Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Arbeit und Privatleben.

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